Wir Juristen neigen verstärkt dazu, mit Verneinungen zu arbeiten: Keine Kleinigkeit. Nicht unüblich. Nicht selten. Warum machen wir das? Weil es notwendig ist. Nicht selten bedeutet noch lange nicht oft. Zwischen oft und nicht selten liegen Welten.
Ein Beispiel? Ihre Tochter offenbart sie Ihnen,...
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Wir Juristen neigen verstärkt dazu, mit Verneinungen zu arbeiten: Keine Kleinigkeit. Nicht unüblich. Nicht selten. Warum machen wir das? Weil es notwendig ist. Nicht selten bedeutet noch lange nicht oft. Zwischen oft und nicht selten liegen Welten.
Ein Beispiel? Ihre Tochter offenbart sie Ihnen, sie habe einen Neuen. Und mit dem sei es etwas Ernstes. Sie sind erfreut, schockiert, was auch immer. Sie wollen von ihr wissen, was er beruflich macht, wo er wohnt, wo sie sich kennengelernt haben und einiges mehr. Vielleicht fragen Sie auch irgendwann: Und wie sieht er aus? Und Sie erhalten zur Antwort: Mama, hässlich ist er nicht.
Im ersten Moment sind Sie erleichtert. Gott sei Dank, endlich mal ein schöner Schwiegersohn. So einer wie Brad Pitt vielleicht. Oder Marcus Schenkenberg. Dann beschleicht Sie Skepsis. Nicht hässlich kann auch bedeuten: ganz kurz davor. Sie denken spontan an Marty Feldman. Das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht! Stimmt. Sie haben recht. Genau das ist es, was ich meine. Detlef Wendt
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